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Artist Talk – Timm Ulrichs

November 13, 2010

Art Forum Berlin:       Artist Talk mit Timm Ulrichs (*1940)

Timm Ulrichs, geboren 1940 in Berlin, ist ein deutscher Künstler, der sich selber als Vertreter der Totalkunst bezeichnet. Totalkunst ist in diesem Sinne auch ein Begriff für die interdisziplinäre Variabilität von Ulrichs Werk. Er beschäftigt sich mit Performance-Kunst, befasst sich mit Sprache in Form von Konkreter Poesie und arbeitet bildhauerisch.

„Timm Ulrichs ist einer der einfallsreichsten deutschen Künstler der Gegenwart. Abseits des künstlerischen Mainstreams hat er ein komplexes Werk entwickelt, das genreübergreifend sämtliche existierenden kunsthistorischen Kategorien sprengt. In den vergangenen fünfzig Jahren hat er ein ebenso umfangreiches wie beeindruckendes Werk geschaffen und damit die Kunst des deutschsprachigen Raums nachhaltig beeinflusst.“ (Museum Ritter)

Der „Totalkünstler“ Timm Ulrichs im Gespräch mit Sven Beckstette (Chefredakteur Texte zur Kunst).

Ein herrlicher Kontrast:

Sven Beckstette gibt sich als seriöser und elaborierter Kunstkenner (ich bezweifle nicht, dass er das ist), im völligem Gegensatz dazu steht Herr Ulrichs, der frei von der Leber weg quatscht und dem Hernn Beckstette oft genug das Wort abschneidet. Herr Beckstette kam leider etwas gekünstelt und prätentiös rüber, seine Fragen waren zum Teil so lang, dass man am Ende nicht mehr wusste was er am Anfang gesagt hat, wohingegen Timm Ulrichs mit seinem Wortwitz und seiner dreisten Art eben jenen völlig überrumpelte („Texte zur Kunst habe ich noch nie gelesen. Aber vielleicht, wenn sie mir ein kostenloses Exemplar zuschicken mit diesem Interview…“).

Ein lustiges Spektakel. Es war auch interessant zu hören, was Timm Ulrichs so von sich zu geben hatte. Da ich leider nichts zum schreiben dabei hatte, konnte ich mir nur im Nachhinein ein paar Zitate aus dem Gedächtnis wiederholen – so oder so ähnlich hat er es dann wohl gesagt, vermutlich nicht der genaue Wortlaut, aber dem Sinn wird es gerecht.

Auf die Frage wieso er seinen eigenen Körper zum Kunstwerk erklärt habe, antwortet der Künstler: „Ich interessiere mich am meisten für mich selbst. Das tut jeder von Ihnen (im Publikum) ja genauso und dabei sind so viele uninteressante Menschen unter Ihnen.“

Er äußerte auch Missfallen über die deutsche Streitkultur. Er meinte, heute würde sich ja keiner mehr richtig streiten können. Er habe schon überlegt ob er nicht eine Anzeige „Streit Gesucht“ in der Zeitung aufgeben solle.

Und als zum Abschluss Fragen aus dem Publikum beantwortet werden sollten, meinte er dazu: „Fargen beantworte ich generell nicht gerne. In derselben Zeit könnte ich Ihnen viel interessantere Dinge erzählen.“

Ich habe noch ein Interwiew mit Timm Ulrichs gefunden, welches ich hier anfüge.

-Kopfsteinpflaster-

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